get-together: Boxen & Schwingen

Startdatum: 25.05.2013
Ort: Basel

Ein Projekt zur Förderung des Austausches zwischen Schwingen und Boxen: Der Sport, der in unserem Projekt zum Mitmachen animiert, wird die Brücke für den Austausch zwischen den Sprachregionen sein. öffentliche Veranstaltung

Das Projekt entstand durch die Idee der Kombination zweier unterschiedlicher Sportarten, welche verschiedene kulturelle aber auch sprachliche Schwerpunkte haben. So entstand die Idee der Kombination von Schwingen und Boxen.

Das Boxen hat seine Wurzeln in der Westschweiz. Genf war die erste Stadt, in der Boxveranstaltungen durchgeführt wurden. Die Rhonestadt wird daher als Wiege des Schweizer Boxsports angesehen. In den Gründungsjahren des Schweizerischen Boxverbands kamen die Meister stets aus Genf. Gleichzeitig stammen die meisten Boxer aus den Agglomerationen der Städte. So sind die Städte Genf, Lausanne, Bern, Basel, Zürich, Winterthur und zum Teil St. Gallen federführend. Die ländlichen Regionen spielen eine kleine bis überhaupt keine Rolle.

Für dieses Projekt wird die Sportvariante Light-Contact eingesetzt. Light-Contact Boxing wurde von Stefan Käser vom Französischen Boxe éducative ausgehend, das einen pädagogischen Ansatz verfolgt, für die Schweiz weiterentwickelt. So darf im Match der Kontrahent nur touchiert werden. Erfolgt ein zu harter Schlag, werden der Kontrahentin oder dem Kontrahenten ein bis drei Punkte gutgeschrieben. Bei neun Punkten aufgrund von Verwarnungen wird der Match beendet.

Schwingen ist trotz der wachsenden Erfolge der Westschweizer stärker in der Deutschschweiz verankert. Trotz der Popularität einiger Westschweizer Schwinger wie zum Beispiel Pellet kamen die Schwingerkönige bisher alle aus den ländlichen Agglomerationen der Deutschschweiz. Der Schwingsport ist daher eher mit ländlich geprägten Kulturmilieus verbunden.

Trotz der sehr unterschiedlichen Sportarten gibt es Gemeinsamkeiten. Grundlegend im Boxen und im Schwingen ist der Respekt vor dem Gegner sowie die klare Abgrenzung zwischen der Wettkampfphase und des normalen Umgangs. So begrüssen sich im Boxen und im Schwingen beide Wettkämpfer bevor der Wettbewerb beginnt. Ähnlich wird der Wettkampf auch beendet. So klopft der Sieger im Schwingen dem Verlierer das Sägemehl vom Rücken. Im Boxen wird der Übergang zum normalen Alltag per Händedruck symbolisiert. Auch der Ringrichter wird von den Wettkämpfern verabschiedet.

Die Anweisungen bei beiden Sportarten erfolgen normalerweise mehrsprachig. Die Vielzahl an Kommandos durch den Kampfrichter oder Ringrichter sind beschränkt, doch sie müssen in mehreren Sprachen von den Athletinnen und Athleten verstanden werden.

Das Projekt sieht vor, dass am 26. Mai 2013 auf der Wiese hinter der Turnhalle in Frenkendorf eine Jungschwinget und ein Light-Contact Boxing Turnier gleichzeitig durchgeführt werden. Es werden zwei Boxringe und zwei Schwingflächen aufgestellt.

Jeweils nur ein Boxring und eine Schwingfläche werden für die Jungschwinget respektive für das LC Turnier benutzt. Eine Schwingfläche und ein Boxring stehen daher den Jugendlichen zur freien Verfügung. Dieses Angebot soll niederschwellig sein. Jeder Jugendliche kann seine Teilnahme jederzeit beenden oder wieder aufnehmen. Dabei wird die Betreuung von Jugendlichen vorgenommen, welche eine halbtätige Schulung absolviert haben.

Neben den Wettkampfflächen wird eine Begegnungszone errichtet, in der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflegen und austauschen können. Bei der Verpflegung sollen die verschiedenen Regionen berücksichtig werden. So sollen lokale Brotsorten, Würste und Sirup aus den verschiedenen Regionen zur Verpflegung gereicht werden.

Eingeladen für diesen Anlass werden rätoromanische Jungschwinger, Leichtkontaktboxer aus der Romandie und dem Tessin sowie Jungschwinger und Leichtkontaktboxer aus der Nordwestschweiz.

Durch den Sport werden Schranken überwunden, da eine Kommunikation nötig ist. Im Wettkampf sind alle gleich. Man setzt sich intensiv mit seinem Gegenüber auseinander. Obwohl es in beiden Sportarten ein Kampf ist, muss dieser organisiert werden und dies kann nur über die Sprache geschehen. So werden an unserem Anlass alle Anweisungen wechselnd auf Französisch, Deutsch und Italienisch erfolgen. Die Mehrsprachigkeit wird gelebt.

Gleichzeitig ist unser Projekt durch weitere Vorteile interessant: Es werden zwei völlig unterschiedliche Kampfsportarten kombiniert, die mit Stadt und Land zwei Kulturmilieus mischen. Zudem werden die Athletinnen und Athleten von Eltern begleitet, die sich neben dem Spielrand automatisch über ihre Schützlinge austauschen werden und somit ebenfalls Kontakt über die Sprachgrenzen hinweg knüpfen.

Das Projekt profitiert auch von der Berichterstattung, die solche Sportarten automatisch hervorrufen. Diese wird in mehreren Sprachen erfolgen. Zudem wird sogar die Pädagogik nicht zu kurz kommen: Der Umgang mit der Niederlage, Fairness und Respekt sind elementare Umgangsweisen, welche an einem solchen Sportsanlass von den Trainerinnen und Trainern bei ihren Schützlingen eingefordert werden.
Programm

09:00 Uhr
Aufstellen von Schwingflächen, Boxring und Begegnungszone

11:00 Uhr
Anwesenheitskontrolle, Grössenkontrolle der LC-Boxerinnen und LC Boxer

11:00 Uhr
Alterskontrolle der Schwinger

12:30 Uhr
Ansprache Festführer

12:45 Uhr
Beginn LC-CUP

12:45 Uhr
Beginn Jungschwinget

17:00 Uhr
Siegerehrungen / Verteilung der Diplome

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